Lasagne – 1000 Kalorien in nur einem Gericht

… aber vielschichtig und himmlisch

Lasagne – auch eines von den Gerichten aus meiner Kindheit, die ich nie mochte. Die Béchamel war immer wie Pudding und schon damals hatte ich ne Laktoseintoleranz, die man aber natürlich noch gar nicht kannte. Mir war halt einfach nur immer schlecht nach Lasagne. Daher hab ich sie nie selber gekocht. Heute meinte mein Mann aber, er hätte mal Lust auf ne richtige Lasagne. Also hab ich 25 Jahre nach meinem letzten Lasagne-Genuss heute mal eine gekocht.

Inspiriert wurde sie von diversen Rezepten aus dem Netz – die Grundlage waren Jamie Oliver und mein eigenes, klassisches Bolognese-Rezept.

Wer also einfach nur Spaghetti Bolognese kochen will, kann das Ragout auch dafür nehmen und den Rest einfach weglassen!

Zutaten für eine große Form voller Lasagne (reicht für min. 6 – 8 Personen)

Ragout

  • 800 gr Rinderhack
  • 1 Pkg Tulip Bacon-Streifen
  • 2 rote Zwiebeln
  • 3 Stangen Sellerie
  • 1 Möhre
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2,5 Pkg. gehackte Tomaten (à 400 gr)
  • Muskat
  • Salz, Pfeffer
  • getrocknete Chilischote
  • Butter
  • 1 großes Glas Rotwein (300 ml)
  • 1 Zucchini (kann, muss aber nicht)

In einer unbeschichteten Pfanne den Bacon glasig anbraten. Dann das Rinderhack dazu. Wenn es sich von alleine wieder vom Pannenboden löst, salzen und pfeffern, mit einer Prise Muskat abschmecken und die Chilischote dazu geben. Mit Rotwein ablöschen und ca. 10 min. köcheln lassen.

Das Gemüse (Zwiebeln, Sellerie, Zucchini) in feine Würfel schneiden. Die Karotten reibe ich der Einfachheit halber immer auf der groben Reibe. Den Knoblauch fein schneiden. In einer weiteren Pfanne alles zusammen n etwas Butter anschwitzen, leicht salzen. Ca. 10 min.

Nun beide Pfannen zusammen schütten. Entweder in einer Schmorpfanne oder einem breiten Topf. Die gehackten Tomaten dazugeben und für ca. 45 min. mit geschlossenem Deckel köcheln lassen. Anschließend noch mal 15 min. ohne Deckel – wenn es zu sehr einreduziert, mit Milch, Rotwein oder Tomatenmatsche aufgießen.

In der Zwischenzeit kann die Béchamel-Sauce zubereitet werden.

Zutaten für die Béchamel:

  • 50 gr. Butter
  • 50 gr. Mehl
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 200 ml Sahne
  • 50 gr. geriebenen Parmesan
  • Muskatnuss
  • Salz, Pfeffer

Außerdem noch:

  • Lasagneplatten (1/2 – 2/3 Pkg)
  • min. 50 gr. geriebener Parmesan

Die Butter schmelzen, mit dem Mehl zusammen zu einer Mehlschwitze verrühren. Anschließend langsam die Gemüsebrühe dazugießen. Nicht alles sofort – sonst gibt es Klumpen. Zum Schluss die Sahne. Die Sauce nun einmal aufkochen lassen, damit der Mehlgeschmack verschwindet. Den geriebenen Parmesan drunterheben und mit Salz, Pfeffer und geriebenem Muskat abschmecken.

Jetzt geht es an das Schichten der Lasagne. Hier hab ich mir die Frage gestellt, was wohl das Beste ist: Gekaufte Lasagneplatten, selber gemachte? Vorgekocht oder nicht?

Aus Zeit- und Lustgründen hab ich mich für die Lasagneplatten von Barilla aus der „Tradizionale“-Reihe entschieden. Die brauchen nicht vorgekocht werden und sind angenehm rau, so dass sie das Ragout und die Sauce perfekt aufnehmen.

In der Auflaufform nun also alles schichten. Ich habe mit ein paar Löffeln Ragout für den Boden begonnen. Anschließend Lasagneplatten, Béchamel, Ragout, Lasagneplatten, Béchamel, Ragout etc…

Da die Form sehr hoch war, wurden es verdammt viele Schichten. Die einzelnen Schichten sind allerdings sehr „dünn“, was für mich den tollen Geschmack der Lasagne ausgemacht hat.

IMG_6600Die letzte Schicht sollten Lasagneplatten, Béchamel und ca. 50 gr. geriebener Parmesan als Abschluss sein.

Nun kommt alles bei 180°C (Umluft) für 20 min. in den Ofen. Nach Ablauf der Garzeit den Ofen ausstellen und die Lasagne noch ca. 10 – 15 min. „ziehen“ lassen.

Dazu passt: Rotwein!

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Spaghetti Carbonara – Jamie-Style

immer anders, immer köstlich!

Ich selber mochte eigentlich nie das, was ich als Carbonara kannte. Eine matschige Sahnesauce mit Kochschinken und wenig Geschmack. Als mein Mann für mich Carbonara kochen wollte, war ich daher entsprechend skeptisch. Aber was soll ich sagen: Ich war begeistert.

Seine Variante habe ich noch ein bisschen verändert, weil ich einfach immer alles verändere – aber im großen und ganzen halte ich mich an das Rezept von Jamie Oliver.

Für 2 Personen braucht Ihr:

  • so viel Pasta, wie Ihr essen mögt
  • 3 Eigelb
  • ca. 50 gr. Parmesan
  • 1 Pkg Bacon (oder auch mehr)
  • schwarzen Pfeffer
  • Olivenöl
  • 1 Knoblauchzehe halbiert

Die Pasta nach Anleitung kochen, bis sie al dente sind.

In der Zwischenzeit den Bacon knusprig braten. Aus der Pfanne nehmen und auf einem Küchenkrepp abtropfen lassen. Pfanne auswischen, neues Olivenöl hinein und den Knoblauch anbraten. Wer mag, lässt ihn drin – ansonsten kann er dann auch wieder aus der Pfanne, wenn das Öl aromatisiert ist. Den Herd ausschalten. Die Pfanne darf gleich nicht mehr heiß sein.

Die Eigelbe in einer Schale aufschlagen, den geriebenen Parmesan dazu geben und alles durchmengen.

Von dem Nudelwasser ein Glas abschöpfen und zur Seite stellen.

Wenn die Pasta al dente ist, tropfnass in die Pfanne geben. Die Ei-Parmesan-Masse darüber geben, alles durchmengen. Das abgeschöpfte Nudelwasser dazugeben und alles zu einer sämigen Masse vermengen.

Den Bacon in kleine Stücke brechen und zusammen mit frisch gemahlenem Pfeffer auf die Pasta geben. Frische Petersilie oder andere Kräuter drüber, eventuell noch geriebenen Parmesan.

Varianten: Ich habe schon eine Zucchini-Carbonara und auch eine mit gebratenen Pfifferlingen probiert. Beides war köstlich.

Wasabi-Sashimi-Pasta

Schnelle Pasta mit Pfiff

Auch dieses Gericht wurde von einem Besuch im FriesenJung auf Föhr inspiriert. Dort aß ich lauwarmes Lachs-Sashimi auf einem Wasabi-Spiegel als Vorspeise. Und da ich eh ein Fan von Nudeln bin, hab ich es einfach mit ner Runde Pasta ergänzt und so ein – wie ich finde – spannendes Hauptgericht.

Die Zutaten:

  • Pasta (ich würde lange Nudeln nehmen, schmeckt aber mit jeder anderen Sorte auch)
  • Lachs in Sushi- Qualität (100 gr./Person)
  • Wasabi-Paste
  • 200 ml Sahne/Milch
  • Parmesan
  • 2 EL Sesam
  • 3 Lauchzwiebeln
  • Salz/Pfeffer

Nudeln bissfest kochen.
In der Zwischenzeit den Lachs von der Haut lösen und in hauchfeine Scheiben schneiden. Lauchzwiebeln in feine Ringe schneiden.

Sahne erwärmen und anschließend mit Salz, Pfeffer und der Wasabi-Paste zu einer angenehm scharfen Sauce vermengen. Die kann ruhig etwas flüssiger sein, weil sie direkt zu den Nudeln gegossen wird und diese die Feuchtigkeit aufsaugen.

Die gegarten Nudeln in einer Schüssel mit der Sauce übergießen. Wer mag, kann noch ein Eigelb zum Binden dazu geben. Dann ist aber wichtig, dass die Nudeln nicht kochend heiß sind – sonst gibt es Rührei.

Alles vermengen und ca. 2 Handvoll in Ringe geschnittene Lauchzwiebeln drunter heben. Mit Parmesan bestreuen (hier erfolgt keine Mengenangabe – da hält sich eh keiner dran… „Wenn man noch Nudeln sehen kann, war es nicht genug“).

Jetzt das Lachs-Sashimi über die noch heißen Nudeln legen, mit Sesam garnieren.