Mandelbutter

Eine Zutat, die aus meiner histaminarmen Ernährung nicht mehr wegzudenken ist, ist Mandelbutter.

Und es ist unfassbar easy herzustellen, weil es nur aus eigentlich 2 Zutaten besteht. Ihr braucht aber einen guten Mixer/Multizerkleinerer (geht sicher auch mit dem Thermomix :D)

Zutaten:

200 gr Mandeln (Bio oder nicht… hauptsache, sie schmecken nicht muffig)

1 TL Salz

1 TL Vanille

1/2 TL Zimt

Backofen auf 135°C Ober- und Unterhitze vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen. Die Mandeln auf dem Blech verteilen, sodass sie nicht übereinander liegen.

Nun im Ofen ca. 35 min rösten lassen. Dabei immer mal wieder am Blech rütteln, damit sie nicht auf einer Seite anbrennen.

Anschließend müssen die Mandeln komplett runterkühlen.

Jetzt die Mandeln zusammen mit Salz, Vanille und Zimt in den Mixer geben und auf höchster Stufe (ggf. mit Puls-Funktion) mahlen. Das Mandelmehl setzt sich wahrscheinlich zwischendurch am Behälter fest, dann einfach mit einem Spatel immer wieder den Rand freischaben. Nach ca. 3 – 4 Min. wird das Mehl zu Muß und müsste sich im unteren Teil festsetzen. Dann kurz aufhören zu mixen und ca. 1 Min. ruhen lassen. Nun treten die Öle aus und die Butter-Magie passiert 😀

Nach der Ruhezeit noch einmal auf höchster Stufe mixen, bis es eine cremige Konsistenz hat. (Ähnlich der Erdnussbutter). Wenn die Mandelbutter komplett cremig ist, einfach in ein Schraubglas füllen und in den Kühlschrank stellen.

Ich esse sie auf Brot mit Apfelgelee, als Topping im Müsli oder eben als Basiszutat für die vegane Roasted-Almond Schokolade.IMG_6233.jpg

 

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Lasagne – 1000 Kalorien in nur einem Gericht

… aber vielschichtig und himmlisch

Lasagne – auch eines von den Gerichten aus meiner Kindheit, die ich nie mochte. Die Béchamel war immer wie Pudding und schon damals hatte ich ne Laktoseintoleranz, die man aber natürlich noch gar nicht kannte. Mir war halt einfach nur immer schlecht nach Lasagne. Daher hab ich sie nie selber gekocht. Heute meinte mein Mann aber, er hätte mal Lust auf ne richtige Lasagne. Also hab ich 25 Jahre nach meinem letzten Lasagne-Genuss heute mal eine gekocht.

Inspiriert wurde sie von diversen Rezepten aus dem Netz – die Grundlage waren Jamie Oliver und mein eigenes, klassisches Bolognese-Rezept.

Wer also einfach nur Spaghetti Bolognese kochen will, kann das Ragout auch dafür nehmen und den Rest einfach weglassen!

Zutaten für eine große Form voller Lasagne (reicht für min. 6 – 8 Personen)

Ragout

  • 800 gr Rinderhack
  • 1 Pkg Tulip Bacon-Streifen
  • 2 rote Zwiebeln
  • 3 Stangen Sellerie
  • 1 Möhre
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2,5 Pkg. gehackte Tomaten (à 400 gr)
  • Muskat
  • Salz, Pfeffer
  • getrocknete Chilischote
  • Butter
  • 1 großes Glas Rotwein (300 ml)
  • 1 Zucchini (kann, muss aber nicht)

In einer unbeschichteten Pfanne den Bacon glasig anbraten. Dann das Rinderhack dazu. Wenn es sich von alleine wieder vom Pannenboden löst, salzen und pfeffern, mit einer Prise Muskat abschmecken und die Chilischote dazu geben. Mit Rotwein ablöschen und ca. 10 min. köcheln lassen.

Das Gemüse (Zwiebeln, Sellerie, Zucchini) in feine Würfel schneiden. Die Karotten reibe ich der Einfachheit halber immer auf der groben Reibe. Den Knoblauch fein schneiden. In einer weiteren Pfanne alles zusammen n etwas Butter anschwitzen, leicht salzen. Ca. 10 min.

Nun beide Pfannen zusammen schütten. Entweder in einer Schmorpfanne oder einem breiten Topf. Die gehackten Tomaten dazugeben und für ca. 45 min. mit geschlossenem Deckel köcheln lassen. Anschließend noch mal 15 min. ohne Deckel – wenn es zu sehr einreduziert, mit Milch, Rotwein oder Tomatenmatsche aufgießen.

In der Zwischenzeit kann die Béchamel-Sauce zubereitet werden.

Zutaten für die Béchamel:

  • 50 gr. Butter
  • 50 gr. Mehl
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 200 ml Sahne
  • 50 gr. geriebenen Parmesan
  • Muskatnuss
  • Salz, Pfeffer

Außerdem noch:

  • Lasagneplatten (1/2 – 2/3 Pkg)
  • min. 50 gr. geriebener Parmesan

Die Butter schmelzen, mit dem Mehl zusammen zu einer Mehlschwitze verrühren. Anschließend langsam die Gemüsebrühe dazugießen. Nicht alles sofort – sonst gibt es Klumpen. Zum Schluss die Sahne. Die Sauce nun einmal aufkochen lassen, damit der Mehlgeschmack verschwindet. Den geriebenen Parmesan drunterheben und mit Salz, Pfeffer und geriebenem Muskat abschmecken.

Jetzt geht es an das Schichten der Lasagne. Hier hab ich mir die Frage gestellt, was wohl das Beste ist: Gekaufte Lasagneplatten, selber gemachte? Vorgekocht oder nicht?

Aus Zeit- und Lustgründen hab ich mich für die Lasagneplatten von Barilla aus der „Tradizionale“-Reihe entschieden. Die brauchen nicht vorgekocht werden und sind angenehm rau, so dass sie das Ragout und die Sauce perfekt aufnehmen.

In der Auflaufform nun also alles schichten. Ich habe mit ein paar Löffeln Ragout für den Boden begonnen. Anschließend Lasagneplatten, Béchamel, Ragout, Lasagneplatten, Béchamel, Ragout etc…

Da die Form sehr hoch war, wurden es verdammt viele Schichten. Die einzelnen Schichten sind allerdings sehr „dünn“, was für mich den tollen Geschmack der Lasagne ausgemacht hat.

IMG_6600Die letzte Schicht sollten Lasagneplatten, Béchamel und ca. 50 gr. geriebener Parmesan als Abschluss sein.

Nun kommt alles bei 180°C (Umluft) für 20 min. in den Ofen. Nach Ablauf der Garzeit den Ofen ausstellen und die Lasagne noch ca. 10 – 15 min. „ziehen“ lassen.

Dazu passt: Rotwein!

Spaghetti Carbonara – Jamie-Style

immer anders, immer köstlich!

Ich selber mochte eigentlich nie das, was ich als Carbonara kannte. Eine matschige Sahnesauce mit Kochschinken und wenig Geschmack. Als mein Mann für mich Carbonara kochen wollte, war ich daher entsprechend skeptisch. Aber was soll ich sagen: Ich war begeistert.

Seine Variante habe ich noch ein bisschen verändert, weil ich einfach immer alles verändere – aber im großen und ganzen halte ich mich an das Rezept von Jamie Oliver.

Für 2 Personen braucht Ihr:

  • so viel Pasta, wie Ihr essen mögt
  • 3 Eigelb
  • ca. 50 gr. Parmesan
  • 1 Pkg Bacon (oder auch mehr)
  • schwarzen Pfeffer
  • Olivenöl
  • 1 Knoblauchzehe halbiert

Die Pasta nach Anleitung kochen, bis sie al dente sind.

In der Zwischenzeit den Bacon knusprig braten. Aus der Pfanne nehmen und auf einem Küchenkrepp abtropfen lassen. Pfanne auswischen, neues Olivenöl hinein und den Knoblauch anbraten. Wer mag, lässt ihn drin – ansonsten kann er dann auch wieder aus der Pfanne, wenn das Öl aromatisiert ist. Den Herd ausschalten. Die Pfanne darf gleich nicht mehr heiß sein.

Die Eigelbe in einer Schale aufschlagen, den geriebenen Parmesan dazu geben und alles durchmengen.

Von dem Nudelwasser ein Glas abschöpfen und zur Seite stellen.

Wenn die Pasta al dente ist, tropfnass in die Pfanne geben. Die Ei-Parmesan-Masse darüber geben, alles durchmengen. Das abgeschöpfte Nudelwasser dazugeben und alles zu einer sämigen Masse vermengen.

Den Bacon in kleine Stücke brechen und zusammen mit frisch gemahlenem Pfeffer auf die Pasta geben. Frische Petersilie oder andere Kräuter drüber, eventuell noch geriebenen Parmesan.

Varianten: Ich habe schon eine Zucchini-Carbonara und auch eine mit gebratenen Pfifferlingen probiert. Beides war köstlich.

Slow Cooking – Jungbulle aus dem Ofen

Niedergegartes Rinderfiletsteak aus dem Ofen – ein Traum mit rosa Kern

Als „Mädchen vom Bauernhof“ liebe ich gutes Rindfleisch sehr. Wenn möglich aus heimischer Schlachtung, ansonsten aus dem BioBauernladen oder anderen, nachhaltigen Quellen.

Neulich kam ich in den Genuss eines niedergegarten Steaks und wollte es mit meinem Jungbullen gleich mal nachmachen. Es ist kinderleicht und schmeckt einfach köstlich – insofern wird es wohl einen festen Platz in meiner Fleischzubereitung einnehmen.

Die Zutaten sind simpel:

  • Rinderfiletsteak oder aus der Hüfte
    ich habe das Filet in 200 gr. Steaks geschnitten – wer mehr mag, schneidet größere Portionen
  • Meersalz
  • frischer Pfeffer
  • Knoblauch, Chilischote, Rosmarin
  • Olivenöl

Ofen auf 80°C (Umluft) vorheizen.

Das Fleisch trockentupfen und in einer nicht beschichteten Pfanne bei großer Hitze von allen Seiten ca. 40 – 60 Sekunden anbraten, damit sich alle Poren schließen.

Anschließend in einer leicht geölten Form die Kräuter, Chili und halbierten Knoblauchzehen verteilen. Die Filetsteaks darüber legen.

Wer hat, versieht eines der Steaks mit dem Bratenthermometer.

Die Garzeit im Ofen beträgt ca. 45 – 60 Minuten – bzw. bis das Fleisch eine Kerntemperatur von 60°C erreicht hat. Es hat dann noch einen rosa Kern und ist butterzart.

Vor dem Servieren mit Meersalz und frischem Pfeffer würzen.

Dazu passt jegliches Gemüse, Kartoffeln und wer es braucht, eine nette Rotweinreduktion oder andere Saucen.