Baileys-Marzipan-Marmor-Gugelhupf

BaileysMarzipanMarmorIn Zeiten, in denen alle irgendwie Modetorten mit viel gefärbtem Fondant backen, bin ich mit meinen oldschooligen Kuchen manchmal ein bisschen uncool.
Aber sowohl beim Backen als auch beim Essen finde ich es einfach netter, wenn der Kuchen aus möglichst guten Zutaten mit tollem Geschmack besteht.

 

Deswegen nehme ich auch echte Butter, gute Schokolade und andere möglichst natürliche Zutaten anstatt viel zuckrigem Dekor.

Das Rezept für den Gugelhupf ist recht simpel – ich habe es noch um das Marzipan und den Kakao erweitert. Beides kann man aber problemlos weglassen und auch den Baileys zB durch Eierlikör oder einen anderen Sahnelikör ersetzen. Ob man es mit oder ohne gehackte Schokolade macht, ist auch eine Geschmacksache.

Hier nun die Zutaten für eine Gugelhupfform:

  • 250 gr Butter (weich)
  • 250 gr (feinster) Zucker
  • 1 Pkg Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 4 Eier
  • 250 gr Mehl
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • 150 ml Baileys
  • 1/2 Packung Marzipan (oder wer mag stattdessen 150 gr. gehackte Schokolade)
  • 3 EL Kakaopulver
  • Mehl und Butter für die Form

Butter, Zucker, Vanillezucker und Salz aufschlagen, bis es cremig wird. Die Eier nach und nach dazu geben und alles gut aufschlagen. Nun das Marzipan in kleinen Stücken dazu geben, verrühren bis alles eine cremige Masse ist.
Mehl mit Backpulver mischen und löffelweise unter die Masse rühren.  Den Baileys im feinen Strahl zu dem Teig geben und dabei immer weiter rühren.

Eine Gugelhupfform fetten und ausmehlen, die Hälfte des Teigs in die Form füllen. Den restlichen Teig mit dem Kakaopulver verrühren und auf den „weißen“ Teig in die Form füllen. Mit einer Gabel den dunklen Teig vorsichtig unter den hellen Teig ziehen, sodass eine Marmorierung entsteht.

Den Kuchen im vorgeheizten Backofen bei 150 °C (Umluft) ca. 50 – 60 min backen. Wie immer die Stäbchenprobe machen, ob er gar genug ist.

Anschließend aus dem Ofen nehmen und noch ca. 30 min in der Form ruhen lassen.

Auf eine Kuchenplatte stürzen und je nach Geschmack mit dunkler Kuvertüre überziehen, einen Bailey-Zuckerguss machen, mit Puderzucker oder Kakao bestäuben.

Dazu passt Kaffee 😀

 

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Sauerteigbrot wie von Grossmutti 

Kindheit in einer Scheibe Brot 

Irgendwie bin ich nicht so der Brotesser. Das hier beim Bäcker schmeckt nicht, ist überhaupt nicht knusprig und vor allem backen alle nur mit Hefe.

Und dann hat die Meiliese mit ihrem Friedbert angefangen und ich habe mich an die Brote meiner Großmutter erinnert. Mit 6 Kindern, 2 Hausmädchen und 1 Wäschefrau gingen da früher ganze Backladungen über den Tisch. Grossmutti hat so viel gebacken, dass wir sogar ein eigenes Backhaus hatten. Am Backtag war wohl das halbe Dorf mit von der Partie…

Ich habe mich an einigen Broten versucht. Mit fertigem Sauerteig, mit Hefe… Aber so richtig toll waren die nicht. Heute habe ich dann meinen selbstgezüchteten Gottfried zum Einsatz gebracht. 

Es ist noch nicht die totale Perfektion. Aber es schmeckt erstmalig wirklich toll:

Zutaten:

  • 200 gr frischer Sauerteig 
  • 150 gr Roggenmehl 
  • 275 gr Weizenmehl 
  • 1/2 EL Salz
  • 250 ml warmes Wasser 

Ich habe einfach alles zusammen mit dem knethaken bearbeitet. So 5 min lang. Der Teig ist dann noch ziemlich klebrig.

Zum gehen lassen hab ich den Teig in eine kleine, gemehlte Form gefüllt und 4 Std stehen bzw. gehen lassen.

Anschließend auf einem bemehlten Blech zu nem Laib umgeschlagen und noch mal 30 min gehen lassen.

Ofen auf 220°C vorheizen, eine feuerfeste Form mit Wasser auf den Ofenboden stellen und dann das Brot 20 min bei der Hitze backen. Anschließend noch mal 20 min bei 200°C bis das Brot hohl klingt, wenn man unten drauf klopft.

Kurz abkühlen lassen und anschließenden genießen 🙂 

 

Lasagne – 1000 Kalorien in nur einem Gericht

… aber vielschichtig und himmlisch

Lasagne – auch eines von den Gerichten aus meiner Kindheit, die ich nie mochte. Die Béchamel war immer wie Pudding und schon damals hatte ich ne Laktoseintoleranz, die man aber natürlich noch gar nicht kannte. Mir war halt einfach nur immer schlecht nach Lasagne. Daher hab ich sie nie selber gekocht. Heute meinte mein Mann aber, er hätte mal Lust auf ne richtige Lasagne. Also hab ich 25 Jahre nach meinem letzten Lasagne-Genuss heute mal eine gekocht.

Inspiriert wurde sie von diversen Rezepten aus dem Netz – die Grundlage waren Jamie Oliver und mein eigenes, klassisches Bolognese-Rezept.

Wer also einfach nur Spaghetti Bolognese kochen will, kann das Ragout auch dafür nehmen und den Rest einfach weglassen!

Zutaten für eine große Form voller Lasagne (reicht für min. 6 – 8 Personen)

Ragout

  • 800 gr Rinderhack
  • 1 Pkg Tulip Bacon-Streifen
  • 2 rote Zwiebeln
  • 3 Stangen Sellerie
  • 1 Möhre
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2,5 Pkg. gehackte Tomaten (à 400 gr)
  • Muskat
  • Salz, Pfeffer
  • getrocknete Chilischote
  • Butter
  • 1 großes Glas Rotwein (300 ml)
  • 1 Zucchini (kann, muss aber nicht)

In einer unbeschichteten Pfanne den Bacon glasig anbraten. Dann das Rinderhack dazu. Wenn es sich von alleine wieder vom Pannenboden löst, salzen und pfeffern, mit einer Prise Muskat abschmecken und die Chilischote dazu geben. Mit Rotwein ablöschen und ca. 10 min. köcheln lassen.

Das Gemüse (Zwiebeln, Sellerie, Zucchini) in feine Würfel schneiden. Die Karotten reibe ich der Einfachheit halber immer auf der groben Reibe. Den Knoblauch fein schneiden. In einer weiteren Pfanne alles zusammen n etwas Butter anschwitzen, leicht salzen. Ca. 10 min.

Nun beide Pfannen zusammen schütten. Entweder in einer Schmorpfanne oder einem breiten Topf. Die gehackten Tomaten dazugeben und für ca. 45 min. mit geschlossenem Deckel köcheln lassen. Anschließend noch mal 15 min. ohne Deckel – wenn es zu sehr einreduziert, mit Milch, Rotwein oder Tomatenmatsche aufgießen.

In der Zwischenzeit kann die Béchamel-Sauce zubereitet werden.

Zutaten für die Béchamel:

  • 50 gr. Butter
  • 50 gr. Mehl
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 200 ml Sahne
  • 50 gr. geriebenen Parmesan
  • Muskatnuss
  • Salz, Pfeffer

Außerdem noch:

  • Lasagneplatten (1/2 – 2/3 Pkg)
  • min. 50 gr. geriebener Parmesan

Die Butter schmelzen, mit dem Mehl zusammen zu einer Mehlschwitze verrühren. Anschließend langsam die Gemüsebrühe dazugießen. Nicht alles sofort – sonst gibt es Klumpen. Zum Schluss die Sahne. Die Sauce nun einmal aufkochen lassen, damit der Mehlgeschmack verschwindet. Den geriebenen Parmesan drunterheben und mit Salz, Pfeffer und geriebenem Muskat abschmecken.

Jetzt geht es an das Schichten der Lasagne. Hier hab ich mir die Frage gestellt, was wohl das Beste ist: Gekaufte Lasagneplatten, selber gemachte? Vorgekocht oder nicht?

Aus Zeit- und Lustgründen hab ich mich für die Lasagneplatten von Barilla aus der „Tradizionale“-Reihe entschieden. Die brauchen nicht vorgekocht werden und sind angenehm rau, so dass sie das Ragout und die Sauce perfekt aufnehmen.

In der Auflaufform nun also alles schichten. Ich habe mit ein paar Löffeln Ragout für den Boden begonnen. Anschließend Lasagneplatten, Béchamel, Ragout, Lasagneplatten, Béchamel, Ragout etc…

Da die Form sehr hoch war, wurden es verdammt viele Schichten. Die einzelnen Schichten sind allerdings sehr „dünn“, was für mich den tollen Geschmack der Lasagne ausgemacht hat.

IMG_6600Die letzte Schicht sollten Lasagneplatten, Béchamel und ca. 50 gr. geriebener Parmesan als Abschluss sein.

Nun kommt alles bei 180°C (Umluft) für 20 min. in den Ofen. Nach Ablauf der Garzeit den Ofen ausstellen und die Lasagne noch ca. 10 – 15 min. „ziehen“ lassen.

Dazu passt: Rotwein!

Spaghetti Carbonara – Jamie-Style

immer anders, immer köstlich!

Ich selber mochte eigentlich nie das, was ich als Carbonara kannte. Eine matschige Sahnesauce mit Kochschinken und wenig Geschmack. Als mein Mann für mich Carbonara kochen wollte, war ich daher entsprechend skeptisch. Aber was soll ich sagen: Ich war begeistert.

Seine Variante habe ich noch ein bisschen verändert, weil ich einfach immer alles verändere – aber im großen und ganzen halte ich mich an das Rezept von Jamie Oliver.

Für 2 Personen braucht Ihr:

  • so viel Pasta, wie Ihr essen mögt
  • 3 Eigelb
  • ca. 50 gr. Parmesan
  • 1 Pkg Bacon (oder auch mehr)
  • schwarzen Pfeffer
  • Olivenöl
  • 1 Knoblauchzehe halbiert

Die Pasta nach Anleitung kochen, bis sie al dente sind.

In der Zwischenzeit den Bacon knusprig braten. Aus der Pfanne nehmen und auf einem Küchenkrepp abtropfen lassen. Pfanne auswischen, neues Olivenöl hinein und den Knoblauch anbraten. Wer mag, lässt ihn drin – ansonsten kann er dann auch wieder aus der Pfanne, wenn das Öl aromatisiert ist. Den Herd ausschalten. Die Pfanne darf gleich nicht mehr heiß sein.

Die Eigelbe in einer Schale aufschlagen, den geriebenen Parmesan dazu geben und alles durchmengen.

Von dem Nudelwasser ein Glas abschöpfen und zur Seite stellen.

Wenn die Pasta al dente ist, tropfnass in die Pfanne geben. Die Ei-Parmesan-Masse darüber geben, alles durchmengen. Das abgeschöpfte Nudelwasser dazugeben und alles zu einer sämigen Masse vermengen.

Den Bacon in kleine Stücke brechen und zusammen mit frisch gemahlenem Pfeffer auf die Pasta geben. Frische Petersilie oder andere Kräuter drüber, eventuell noch geriebenen Parmesan.

Varianten: Ich habe schon eine Zucchini-Carbonara und auch eine mit gebratenen Pfifferlingen probiert. Beides war köstlich.

Hummus – schnell selbstgemixt

sehr knoblauchig aber göttlich!

Schon länger wollte ich Hummus einmal selber machen. Ob zu Fladenbrot, gegrilltem oder rohem Gemüse und anderen mediterranen Gerichten, irgendwie passt es immer perfekt.

Das Rezept:

  • 1 Dose Kichererbsen (400 gr)
  • 2 EL Sesam-Paste
  • 2 – 3 Knoblauchzehen
  • 1 getrocknete Chilischote
  • 1 TL Currypulver
  • Saft von 1 Limette
  • Salz/Pfeffer
  • 1 TL Koriander gemahlen
  • mildes Olivenöl

Hummus1.jpgDie Kichererbsen abgießen, den „Saft“ aber auffangen – der wird noch gebraucht. In einem hohen Gefäß die Kichererbsen, Sesampaste, klein gehackte Knoblauchzehen, Chili gehackt, Curry, Koriander und den Saft von der Limette mit dem Stabmixer pürieren.

Wenn die Masse zu trocken ist, ein wenig von dem Kichererbsen-Wasser dazu geben, bis es eine fast cremige Konsistenz hat. Zum Abschluss Olivenöl dazu geben (ca. 1 EL) und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Nun in einer Schale ca. 2 Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen. Mit grober, gehackter Petersilie garnieren.

 

Pizza vom Webergrill

oder warum ich keine andere Pizza mehr mag…

Hier auf dem Dorf ist gute Pizza leider echt Mangelware. Und auch selbstgemachte aus dem Backofen schmeckt nicht so wirklich wie beim Italiener. Irgendwann zog aber ein Webergrill bei uns ein – und schnell auch ein Pizzastein. Nach vielen Versuchen, habe ich folgendes Rezept für eine knusprige Grillpizza „entwickelt“.

Mit dem Teig wird die Pizza sehr knusprig – aufpassen, dass sie unten nicht verbrennt. Das Hefeweizen sorgt meiner Meinung nach für einen angenehmen Geschmack und nach Belieben kann aromatisiertes Öl noch für ein bisschen Pepp sorgen.

Grundrezept Grillpizza (für ca. 6 Pizzen)

  • 750 gr. Mehl (ich nehme gerne das „Pizzamehl“ Typ 00
  • 225 ml warmes Wasser
  • 225 ml warmes Weizenbier
  • 6 EL Olivenöl
  • 1 EL Salz
  • 1,5 TL Zucker
  • 3/4 Würfel frische Hefe

Den Hefewürfel in etwas warmem Wasser (nicht kochend) auflösen. Mehl sieben und mit dem Salz zusammen auf der Arbeitsplatte anhäufen. In die Mitte eine Mulde machen und dort die aufgelöste Hefe mit den 1,5 TL Zucker hineingeben. Etwas Mehl dazu reinrieseln lassen, so dass die Hefe in einer Art Vorteig gehen kann.

Wenn das Hefegemisch Blasen bildet, die restliche (warme) Flüssigkeit hinzugeben und mit dem Mehl verrühren. Das Olivenöl hinzugießen. Schließlich mit den Händen kneten, bis alles Mehl aufgenommen wurde. Den Teig an einem warmen, windstillen Ort min. 2 Std. gehen lassen.

Den gegangen Teig in 6 – 8 Stücke teilen, Kugeln formen und diese noch mal 30 min gehen lassen. Anschließend rund ausrollen, nach Belieben belegen und auf dem vorgeheizten Webergrill-Pizzastein (sollte min. 280°C anzeigen) wirklich nur 5 – 8 min. backen.

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Der Teig eignet sich auch gut als Pizzabrot

„Feiger“ Burger

… mit Pfirsich und Ziegenkäse

Im Sommer hatte das Q1 in Bremen einen absolut grandiosen Burger auf der Karte. Da ich aber so selten abends in der Stadt bin, hab ich ihn fix nachgebaut.

Das Besondere hier ist der gebratene Pfirsich, der geschmolzene Ziegenkäse und der Feigensenf-Schmand, der den Burger so saftig macht.

Auch wenn ich nicht ausschließlich Bio kaufe, achte ich bei Fleisch doch immer drauf. Daher auch hier meine Empfehlung, das Rinderhack beim Hofladen oder Bioladen zu kaufen. Meine Erfahrung ist, dass so geschmackvolles Fleisch viel satter macht, als die wässrige Ware aus dem Discounter.

Die Buns hab ich noch nie selber gemacht, aber da lassen sich im Netz zahlreiche Rezepte zu finden. Schaut doch mal bei Diana von Küchenflug vorbei. Ihr Rezept für Brioche-Buns klingt fantastisch.

Ihr braucht also für 4 Personen:

  • 4 Buns
  • 800 gr. Rinderhack
  • Salz/Pfeffer
  • 2 (Wild-)Pfirsiche
  • 1 Ziegenrolle
  • 1 Becher saure Sahne oder Schmand
  • Feigensenf
  • Ruccola oder Feldsalat

Das Rinderhack mit Salz und Pfeffer ordentlich durchkneten und zu ca. 200 gr. schweren Patties formen. In der Grillpfanne oder gleich auf dem Grill anbraten. (Ich mag den Burger lieber Medium als durch – aber das ist jedem selber überlassen.)

Den Pfirsich in Scheiben schneiden – es sollten 2 – 3 pro Person werden. Ebenfalls anbraten, bis er einigermaßen gar ist. Kurz vor Ende der Bratzeit jeweils 2 ca. 1 cm dicke Scheiben von dem Ziegenkäse auf die Patties legen, so dass er schmelzen kann.

(Wenn es gerade keinen frischen Pfirsich gibt, eignen sich frische Feigen auch sehr gut… So wie auf dem Foto.)

Aus dem Schmand und ca. 4 TL Feigensenf eine Sauce für die Buns anrühren. Nach Belieben noch mit Salz/Pfeffer abschmecken.

Nun die Unterhälften mit dem Feigensenfschmand bestreichen und mit Ruccola belegen. Pattie samt Ziegenkäse drauf, darüber die gegrillten Pfirsichscheiben, noch einen Kleks vom Feigensenfschmand und dann den Deckel drauf.IMG_6377

Hier eine Variante mit Mango, Ziegengouda und Bacon

Dazu schmecken Kartoffelspalten aus dem Ofen, Süßkartoffelfries oder normale Pommes und ein Becks.