Gauffre Belge – WaffelPorn

1998 hab ich ein Jahr in Brüssel gelebt und auch wenn das Jahr an sich ein wenig „suboptimal“ war, so sind die Gauffre Belge seitdem meine liebste Waffel-Art. Gebacken habe ich sie aber noch nie…

Statt als normaler Rührteig wird diese Art Waffeln mit Hefe angesetzt. So ganz spontan kann man sie daher nicht servieren, aber mit ein bisschen Vorlauf sind die perfekt für eine Kaffeetafel, zum Frühstück oder auch für unterwegs. Eigentlich braucht es auch noch Hagelzucker, den hatte ich aber nicht. Für die nächsten werde ich das aber auf jeden Fall mal probieren.

Ein belgisches Waffeleisen hab ich auch nicht und sie daher mit einem herkömmlichen Eisen gemacht. Also für diese Doppelwaffeln.

Hier also das Rezept für ca. 10 Waffeln

  • 100 gr Butter
  • 2 Eier
  • 250 ml lauwarmes Wasser
  • 350 gr Mehl
  • 50 gr Zucker
  • 10 gr Trockenhefe
  • 250 ml Milch
  • 1 Prise Salz
  • Öl für das Eisen

Die Butter im kleinen Top schmelzen lassen, anschließend abkühlen.

2 Eier und das Wasser mit der Küchenmaschine schaumig schlagen. Mehl, Zucker und Salz vermischen und Löffelweise drunter geben. Die Milch anwärmen (nicht kochen) und die Hefe darin auflösen. Alles langsam zu dem Teig in die Maschine geben. Jetzt die abgekühlte, geschmolzene Butter dazu geben. Alles noch mal gut verrühren und dann ca. 45 min abgedeckt gehen lassen.

Ich stelle Hefeteig immer in den auf 30 °C erwärmten Ofen – bisher funktioniert das fantastisch.

Wenn der Teig ausreichend gegangen ist das Waffeleisen vorheizen und einölen.

Den Teig in das Eisen geben – es sollte wirklich gut gefüllt sein – und kurz anbacken lassen. Dann hab ich das Eisen einfach kurz mit der Hand gedreht… Also quasi ein belgisches Waffeleisen imitiert. Achtung, der Griff kann heiß werden. Daher lieber ein Tuch zur Hilfe nehmen. Ca. 20 Sekunden kopfüber backen lassen und dann wieder normal hinstellen. Je nach Waffeleisen brauchen die Waffeln ca. 5 min Backzeit. Einfach selber ausprobieren.

Dazu passt angeschlagene Vanille-Sahne, Marmelade, Ahornsirup, geschmolzene Schokolade, Puderzucker oder oder oder. Und natürlich: Kaffee!

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Pasta mit Pesto

Pesto ist einfach köstlich und vor allem ist es ganz schnell selbstgemacht. Ich hatte noch ein bisschen Ruccola über, der als Salat schon nicht mehr ganz so knackig war, aber für ein Pesto noch perfekt geeignet. So ist die Idee für das Gericht entstanden.

Buccola-Pasta

Dank meiner neuen Kirchen-Aid inkl. Pasta-Aufsatz hab ich die Nudeln dann auch gleich noch selber gemacht und ich muss sagen, dass sie mir wirklich besser schmecken als die, die man im Supermarkt als „frische“ Pasta so kaufen kann.

Lecker Lecker
Die Zutaten im Überblick

Für das Pesto:

  • 100 gr Ruccola
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 TL Salz
  • 30 gr Pinienkerne
  • 50 gr Parmesan
  • 8 EL Olivenöl mild

Alle Zutaten in einen Mixer geben. So lange pürieren, bis es eine schön cremige Konsistenz hat. Nach Bedarf noch mit Salz abschmecken. Wer mag, kann auch noch eine kleine Chili mit reingeben.

Die Pasta!

Normaler weise macht man sie entweder mit Ei, oder mit Hartweizenmehl. Ich habe aus versehen zu viel Hartweizenmehl bestellt und bastel mir seitdem immer eine Pasta aus beidem. Sicher überhaupt nicht italienisch und original – ich finde es aber toll so.

Rezept für 2 Personen, wenn es sonst nix gibt 🙂

  • 300 gr. Hartweizenmehl
  • 3 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 1 Schuss Olivenöl

Mehl in die Schüssel geben und eine Mulde in die Mitte machen. Hier rein die Eier geben. Salz und Olivenöl dazu. Mit einem Holzlöffel die immer etwas Mehl über die Eier geben und alles dabei verquirlen, bis es eine teigartige Masse ergibt.

Den Teig nun mit den Händen geschmeidig kneten und schließlich zu einer Kugel formen. In Frischhaltefolie wickeln und ca. 1 Std in den Kühlschrank geben.

Nach der Ruhephase aus der Kugel einer längliche Wurst formen. Hiervon immer eine ca. daumendicke Scheibe abschneiden und in der Nudelmaschine auswalzen. Prinzip sollte bekannt sein. Ich walze bis Stufe 5 – lege dann die Platte auf ein bemehltes Küchenhandtuch. Wenn der gesamte Teig zu Platten gewalzt ist, kommt der Aufsatz für die Bandnudeln. Alle Platten damit schneiden und die Bandnudeln zum antrocknen aufhängen.

Wasser zum Kochen bringen, salzen – Nudeln darin ca. 3 – 4 Minuten al Dente kochen. Vor dem Abgießen ein wenig Nudelwasser abnehmen.

Die gekochten Nudeln dann mit dem Pesto vermengen – wenn es zu trocken ist, mit den Nudelwasser geschmeidig machen.

Dazu passen in kleine Tomaten, die ich mit Vanille und Chili gebraten habe.

 

Baileys-Marzipan-Marmor-Gugelhupf

BaileysMarzipanMarmorIn Zeiten, in denen alle irgendwie Modetorten mit viel gefärbtem Fondant backen, bin ich mit meinen oldschooligen Kuchen manchmal ein bisschen uncool.
Aber sowohl beim Backen als auch beim Essen finde ich es einfach netter, wenn der Kuchen aus möglichst guten Zutaten mit tollem Geschmack besteht.

 

Deswegen nehme ich auch echte Butter, gute Schokolade und andere möglichst natürliche Zutaten anstatt viel zuckrigem Dekor.

Das Rezept für den Gugelhupf ist recht simpel – ich habe es noch um das Marzipan und den Kakao erweitert. Beides kann man aber problemlos weglassen und auch den Baileys zB durch Eierlikör oder einen anderen Sahnelikör ersetzen. Ob man es mit oder ohne gehackte Schokolade macht, ist auch eine Geschmacksache.

Hier nun die Zutaten für eine Gugelhupfform:

  • 250 gr Butter (weich)
  • 250 gr (feinster) Zucker
  • 1 Pkg Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 4 Eier
  • 250 gr Mehl
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • 150 ml Baileys
  • 1/2 Packung Marzipan (oder wer mag stattdessen 150 gr. gehackte Schokolade)
  • 3 EL Kakaopulver
  • Mehl und Butter für die Form

Butter, Zucker, Vanillezucker und Salz aufschlagen, bis es cremig wird. Die Eier nach und nach dazu geben und alles gut aufschlagen. Nun das Marzipan in kleinen Stücken dazu geben, verrühren bis alles eine cremige Masse ist.
Mehl mit Backpulver mischen und löffelweise unter die Masse rühren.  Den Baileys im feinen Strahl zu dem Teig geben und dabei immer weiter rühren.

Eine Gugelhupfform fetten und ausmehlen, die Hälfte des Teigs in die Form füllen. Den restlichen Teig mit dem Kakaopulver verrühren und auf den „weißen“ Teig in die Form füllen. Mit einer Gabel den dunklen Teig vorsichtig unter den hellen Teig ziehen, sodass eine Marmorierung entsteht.

Den Kuchen im vorgeheizten Backofen bei 150 °C (Umluft) ca. 50 – 60 min backen. Wie immer die Stäbchenprobe machen, ob er gar genug ist.

Anschließend aus dem Ofen nehmen und noch ca. 30 min in der Form ruhen lassen.

Auf eine Kuchenplatte stürzen und je nach Geschmack mit dunkler Kuvertüre überziehen, einen Bailey-Zuckerguss machen, mit Puderzucker oder Kakao bestäuben.

Dazu passt Kaffee 😀